Studie für interkommunales Ökokonto geplant
Die ILE Holzland-Inntal beschäftigt sich bereits seit längerer Zeit mit der Frage, wie Ausgleichsflächen künftig effizienter, nachhaltiger und flächenschonender organisiert werden können. Dazu soll eine praxisorientierte Studie erarbeitet werden, die die Grundlagen für ein mögliches interkommunales Ökokonto untersucht. Ziel ist es, dem steigenden Druck auf begrenzte Flächen entgegenzuwirken und gleichzeitig die Anforderungen von Naturschutz, Landwirtschaft und kommunaler Entwicklung besser miteinander in Einklang zu bringen.
Gemeinsam mit Vertretern des Bauernverbandes aus den ILE-Gemeinden, dem Kreisobmann, dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern, der Unteren Naturschutzbehörde sowie weiteren Fachleuten wurden erste Ansätze und Handlungsmöglichkeiten intensiv diskutiert.
Gemeinsame Lösungen für Natur und Kommunen
Im Mittelpunkt der Studie soll die Frage stehen, ob und wie ein gemeinsames Ökokonto für die ILE-Gemeinden umgesetzt werden könnte. Die Idee ist, dass durch ein gemeinsames Vorgehen geeignete Flächen gezielter ausgewählt, aufwendige Einzelplanungen vermieden und vorhandene Potenziale besser genutzt werden können. Gleichzeitig soll der Druck von hochwertigen landwirtschaftlichen Flächen genommen werden. „Sowohl Eigentümer als auch Pächter können von einem solchen Ansatz profitieren. Darüber hinaus kann die Vernetzung bestehender Naturflächen einen zusätzlichen ökologischen Mehrwert für die gesamte Region schaffen“, betonen Bürgermeister Karl Brandmüller (Gemeinde Winhöring) und Bürgermeister Georg Eder (Gemeinde Perach), die dem ILE-Arbeitskreis Ökokonto angehören.
Wichtiger Schritt für die regionale Entwicklung
Die Studie soll den beteiligten Gemeinden eine fundierte Entscheidungsgrundlage für zukünftige Planungen liefern und Möglichkeiten einer interkommunalen Zusammenarbeit aufzeigen. Neben einer systematischen Erfassung potenzieller Flächen stehen auch die frühzeitige Einbindung von Fachstellen und die Vereinfachung künftiger Abläufe im Fokus. Die ILE Holzland-Inntal sieht in dem Vorhaben einen wichtigen Schritt, um den verantwortungsvollen Umgang mit Flächen weiterzuentwickeln und langfristig ökologische Mehrwerte für die gesamte Region zu schaffen.
Die Vergabe der Studie steht derzeit noch unter dem Vorbehalt der endgültigen Förderzusage durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern, die erst nach Vorlage der entsprechenden Antragsunterlagen erfolgen kann.